Gewichtsreduktion durch Magen-OP

Methoden der Adipositas-Chirurgie in der Türkei

Viele Menschen leiden trotz mehrmaliger Versuche einer Nahrungsumstellung und regelmäßigem Sport an Adipositas (Fettleibigkeit). Dadurch werden nicht nur das eigene Selbstwertgefühl sowie die gesamte Lebensqualität in Mitleidenschaft gezogen, auch fühlt man sich schnell von seinen Mitmenschen sozial ausgegrenzt. Zudem reagiert das Immunsystem stark auf diese Impulse, weshalb sowohl körperliche Erkrankungen wie beispielsweise Erkrankungen des Bewegungsapparates, Diabetes (Zuckerkrankheit) oder Schlafapnoen (nächtliche Atemaussetzer), als auch psychische Probleme oftmals die Folge sind.

Mit Hilfe eines (sog.) bariatrischen Eingriffs kann in der Türkei den Menschen geholfen werden, die an krankhaftem Übergewicht leiden. Jedoch sollte solch eine adipositaschirurgische Behandlung vorher gut überlegt sein und mit speziellen Fachärzten ausgiebig diskutiert werden, da es sich hierbei teilweise um gravierende körperliche Veränderungen handelt, welche sich im Nachhinein nicht wieder umkehren lassen. Zuletzt sollte bedacht werden, dass bei fettleibigen Menschen der Magen nicht wirklich krank ist und demnach ein gesundes Organ vorgenommen wird. Des Weiteren erfolgen i.d.R. sowohl eine ärztlich kontrollierte Langzeittherapie als auch eine lebenslängliche Einnahme von spezifischen Nahrungsergänzungsmittel, um einen Nährstoffmangel zu umgehen.

Generell wird innerhalb der Adipositas-Chirurgie zwischen restriktiven sowie Bypass-Techniken unterschieden, welche diverse Magenoperations-Methoden wie den Schlauchmagen oder Magen-Bypass beinhalten. Welche Form der Magen-OP schließlich zum Einsatz kommt, hängt individuell vom Patienten und seiner medizinischen Vorgeschichte ab und wird durch den behandelnden Facharzt in der Türkei entschieden. Ob der Eingriff von der Krankenkasse übernommen wird, ist von festgesetzten Voraussetzungen abhängig und von Fall zu Fall unterschiedlich.

Welche Voraussetzungen gilt es bei einem bariatrischen Eingriff zu beachten?

Wer die Magen-OP zur Gewichtsreduktion in der Türkei in Betracht zieht, sollte wissen, dass eine Operation stets die letzte Option darstellt – insbesondere dann, wenn weder die Ernährungs- und Lebensstilumstellungen als auch eine alternativ medikamentöse Behandlung nicht den gewünschten Erfolg erzielt hat. Als Adipositas gilt, wer einen Body-Mass-Index (BMI) von 40 (40 kg/m2) aufweist oder bei einem BMI von 35 mit schwerwiegenden gesundheitlichen Einschränkungen zu kämpfen hat – und dies vorweislich seit mindestens drei Jahren. Zudem sollte man laut Gesetzt volljährig (18 Jahre) sein, und das Alter von 65 Jahre nicht überschritten haben. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Ausschluss von psychischen Erkrankungen sowie Alkohol- und Drogenmissbrauch.

Aus diesen Gründen empfehlen Ihre türkischen Fachspezialisten, vor jeder Magen-OP ein multimodales Therapieprogramm zu durchlaufen, welches sowohl konservative Methoden, 6-12 Monate Ernährungsberatung sowie Bewegungstraining, als auch psychiatrische Behandlungen kombiniert.

Vorbereitungen auf Ihre Magen-OP

Bevor in der Türkei eine Magen-OP durchgeführt wird, sind spezifische Voruntersuchungen notwendig: Hierzu zählt eine Spiegelung der Speiseröhre, des Magens sowie des Zwölffingerdarms, um eventuelle Entzündungen, Geschwüre oder Tumore ausschließen zu können. Des Weiteren werden mittels der Oberbauch-Sonografie sowohl die Bauchspeicheldrüse, die Gallenblase, als auch die Leber untersucht, und zur Narkosevorbereitung ein EKG geschrieben sowie bei Bedarf ein Lungenfunktionstest (Lufu) durchgeführt.

Besonders essentiell ist die präoperative Flüssigkeitsphase, welche je nach Krankenhaus in der Türkei etwa 10 bis 14 Tage vor der Magen-OP eingeleitet wird. Ziel er eiweißhaltigen Flüssignahrung ist es – insbesondere vor einer Schlauchmagen-OP, dass Patienten mit stark ausgeprägter Adipositas eine leichte Gewichtsabnahme sowie Reduktion der möglichen Fettleber erfahren. Auch sollte mindestens 48 Stunden vor der OP kein Alkohol getrunken und etwa 30 Tage vor dem Eingriff mit dem Rauchen aufgehört werden, da Rauchen sowohl den allgemeinen Heilungsprozess verlangsamt als auch das Risiko einer Lungenentzündung erhöht. Detaillierte Hinweise zu dieser Phase erhalten Sie von Ihrem Behandler vor Ort.

Ernährung & Einschränkungen nach einer Magen-OP

Patienten, die sich beispielsweise für eine laparoskopische Magenverkleinerung (Schlauchmagen) in der Türkei entschieden haben, dürfen nie wieder normale Portionen essen, da schlicht und einfach kein Platz mehr dafür vorhanden ist. Das bedeutet, dass nicht nur eine umfassende Ernährungsumstellung essentiell ist, auch sollte zukünftig sehr gut eingekauft werden. Denn, wird zu schnell zu viel gegessen, verspürt der betroffene Patient ggf. Schmerzen, Übelkeit und muss sich Erbrechen. Weiterhin sollten keine Medikamente eingenommen werden, welche die Magenschleimhaut schädigen (z.B. Aspirin, Cortison, Rheumamittel etc.).

Unmittelbar nach einer Magen-OP beginnt der Patient bereits mit seiner Diät. Im Regelfall darf dieser innerhalb der ersten vier Wochen ausschließlich flüssige Nahrung, in Form von Brühe, Tee, Kaffee, ungesüßten kohlensäurearmen Getränke sowie Frucht-, Gemüsesäfte und Joghurt zu sich nehmen. Anschließend beginnt die allgemeine Nahrungsumstellung auf Basis eines schrittweisen Kostaufbaus (5-7 kleine Mahlzeiten pro Tag), welche zusammen mit Ihrem Fachärzteteam in der Türkei abgesprochen wird.

Erfolgsaussichten nach einer laparoskopische Magen-OP in der Türkei

Die Erfolge des Gewichtsverlustes nach einer Magen-OP in der Türkei sind sehr unterschiedlich – hängen aber stets stark von der Motivation des Patienten ab – und davon, inwieweit dieser die Vorgaben zur Ernährungs- und Lebensumstellung befolgt. Laut Studien liegt die Gewichtsreduktion bei motivierten Patienten bis zu 70 % innerhalb der ersten zwei Jahre. Jedoch lassen sich vor allem die restriktiven OP-Techniken „überlisten“, indem der Patient große Mengen an flüssigen oder weichen hochkalorienreichen Lebensmittel zu sich nimmt. Zudem ist es möglich, dass sich ein Schlauchmagen, welcher zuvor in der Türkei chirurgisch implementiert wurde, aufgrund zu großer Portionen langsam wieder ausdehnt (bei ca. 30 % aller Patienten). So kommt es das viele Patienten, die sich nicht an den neuen Lebensstil halten, nach circa 2-5 Jahren wieder leicht zunehmen – manche von Ihnen sogar das gesamte verlorengegangene Gewicht!

Hinweis: Langzeituntersuchungen zeigen, dass sich chirurgische Verfahren in der Türkei, wie beispielsweise die Schlauchmagen-OP, gegenüber konservativen Behandlungsmethoden als deutlich überlegen erwiesen haben.

Nachsorge & Langzeittherapie aufgrund der Magen-OP

Nach einem bariatischen Eingriff kann der Körper nur wenige Vitamine und Nährstoffe aufnehmen, weshalb sich der Patient einer lebenslangen Therapie unterziehen muss, bei dem permanent sein Gesundheitszustand kontrolliert wird, um möglichen Mangelerscheinungen vorzubeugen (z.B. in Form von Nahrungsergänzungsmittel). Zudem drohen Blähungen, Durchfälle und Fettstühle nach ungeeigneten Mahlzeiten und teils sogar Kreislaufabfälle mit plötzlichen Darmentleerungen (Dumping-Syndrom).

Welche Risiken und Nebenwirkungen gilt es bei der Magen-OP zu beachten?

Generell muss jedem, der sich einer laparoskopischen Magen-OP in der Türkei unterzieht klar sein, dass diese zwar eine erhebliche Verbesserung der Lebensqualität mit sich bringt, aber auch eine Entscheidung fürs Leben ist: Denn hat man sich einmal für einen chirurgischen Eingriff entschieden, gibt es aufgrund der anatomischen Veränderungen kein Zurück mehr.

Einzige Ausnahme ist hierbei der Roux-Y-Magenbypass, da hier der Restmagen im Patienten verbleibt, sodass auf Wunsch eine Rückbildung des ursprünglichen Magens postoperativ von Ihrem Fachchirurgen in der Türkei realisiert werden kann.

Klar ist auch, dass eine Operation immer mit Risiken einhergeht. Im Allgemeinen gilt die Wundblutung im Bereich des Magens als die häufigste Komplikation von Magen-OPs, und als weniger risikoreich undichte Nähte. Zudem besteht die Möglichkeit, dass es in den ersten Monaten nach dem chirurgischen Eingriff zu unangenehmen Sodbrennen kommt, das medikamentös behandelt werden kann. Ferner gilt zu beachten, dass nach einem adipositaschirurgischen Eingriff – aufgrund des veränderten Hormonhaushaltes – mit einer erhöhten Fruchtbarkeit zu rechnen ist und Patientinnen innerhalb der ersten 18 Monate nach der Magen-Operation von einer Schwangerschaft absehen sollten, um zusätzliche Belastungen zu vermeiden.

Wichtig ist auch zu wissen, dass die adipositaschirurgische Behandlung bei Patienten mit gastroösophagealer Refluxkrankheit sowie Hiatushernie (Zwerchfelldurchbruch) nicht durchgeführt werden kann. Auch für Menschen, die eine problematische Magenanatomie aufweisen oder an Essstörungen (z.B. Bulimie) leiden, ist eine Magen-OP in der Türkei ungeeignet.